Laut Usability-Richtlinien sollen Webseiten, Produkte, interaktive Systeme etc. effektiv, effizient und zufriedenstellend sein. Was dabei jedoch wohl nicht berücksichtigt wurde ist, dass die gefühlte Einfachheit gegenüber der echten Effizienz bevorzugt wird. Heißt, eine Nutzerentscheidung hängt von der erwarteten (= antizipierten) Effizienz ab. Diese “antizipierte” Effizienz wird durch eine einfache Gestaltung erreicht.

Das im Titelbild zu sehende Beispiel zeigt dies ganz deutlich. Variante A ist eigentlich die einfachere Version mit lediglich 7 statt 9 Pflichtfeldern. Doch der User glaubt, dass Variante B einfacher ist, da sie einfacher aussieht. Ganz allein der Glaube, dass Variante B einfacher ist, reicht ihm aus. Denn: Version A sieht nach Anstrengung und viel Denkarbeit für das Gehirn aus. Und wie wir sicherlich mittlerweile alle wissen, vermeidet unser Gehirn jegliche Form der Anstrengung bzw. des Denkens.

Quelle Titelbild und Inhalt: www.konversionskraft.de



 
 

Über die Autorin

Autorin von ThinkNeuro! ist Olivia Shepherd. Innerhalb ihres Blogs beschäftigt sie sich mit nahezu allen Facetten des Neuromarketings, der Usability sowie der User Experience. Derzeit ist sie als Usability & UX Consultant bei einer Online-Agentur tätig.